Gewaltprävention

Gewalt als Mittel zur Problembewältigung ist ein Phänomen unserer Gesellschaft, das in der heutigen Zeit speziell bei jungen Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Anlässe und Auslöser der Gewalt werden immer nichtiger. Die Täter werden immer jünger und immer brutaler. Gedankenlos werden bei den Opfern schwerste Verletzungen und massive Folgeschäden in Kauf genommen.

Bisher konnten weder herkömmliche Erziehungsmethoden noch härtere Sanktionen und Strafen diese Entwicklung stoppen. Wir versuchen einen neuen Weg zu gehen. Alle unsere Programme sind aus der Praxis für die Praxis konzipiert – innovativ und lösungsorientiert. Sie werden ständig den neuesten Ansprüchen und aktuellen Entwicklungen angepasst und weiterentwickelt. Dabei hilft uns das direkte Feedback aus den Kursen und Gruppen genau so wie die wissenschaftliche Evaluation in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen.

Aus diesem Grund wissen wir, dass primäre Prävention bereits bei allgemein auffälligem Verhalten beginnt.

Gewaltprävention ist demnach auch immer eine vorbeugende Maßnahme gegen jede Form der Kriminalität
(z.B. auch Eigentumsdelikte, Drogenmissbrauch etc.).

Soziale Trainingskurse

Dieses pädagogische Erziehungsangebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene (SGB VIII Abs. 1 Satz 3), die durch deviantes und/oder delinquentes Verhalten auffällig wurden.

Die beiden pädagogischen Fachkräfte arbeiten sowohl themen- als auch klientenorientiert unter Verwendung konfrontativer und empathischer Methoden der Pädagogik und Psychologie.

Eine Zuweisung kann beispielsweise durch das Gericht (§ 5 ff JGG) oder das Jugendamt (§ 27 ff SGB VIII) erfolgen, ist aber stets für alle Teilnehmer verpflichtend.

In unseren Gruppenveranstaltungen werden Inhalte wie Gewalt und Aggression, Kriminalität, Drogen und Sucht, Finanzen sowie Werte und Normen in der Familie und weitere der Lebenswelt der Jugendlichen entsprechende Themen behandelt.

Ziel ist es Devianz und Delinquenz zu verhindern, indem wir den Jugendlichen alternative Sicht – und Handlungsweisen ermöglichen.

Training für gewaltfreien Umgang

Zielgruppe für das Training sind Gewalttäter, die körperliche und/oder seelische Gewalt als probates Mittel zur Problembewältigung oder zur Erlangung materieller Vorteile einsetzen.

Bei diesem Trainingsansatz bedienen wir uns der konfrontativen und provokativen Methoden der Pädagogik. Damit erzeugen wir in einem gruppendynamischen Kontext Selbsterfahrung (Reflexion), moralische und empathische Betroffenheit und letzten Endes eine positive Verhaltensänderung.

Cool-at-School

Ziel ist es im Klassenverband seelisch und körperlich gewalttätige Verhaltensmuster von Schülern sowohl in Ursache als auch in Wirkung bewusst zu machen. Damit sollen deren Taten als destruktives (schwaches) Handeln „geoutet“ werden.

Wir wollen dadurch erlebbar machen, wie sehr sich das von der sozialen Norm abweichende Verhalten der Täter für diese negativ auf ihre Persönlichkeit und ihre Zukunft auswirkt.

In sechs bis acht wöchentlichen Doppelstunden werden mit den Teenagern im Unterricht relevante Themen kooperativ, konfrontativ und empathisch bearbeitet.

Das Angebot will auch präventiv gegen Leistungsverweigerung von Schülern arbeiten. Unbewusste, misserfolgsorientierte Verhaltensmuster werden entlarvt, bewertet und letztendlich verhindert.

„Freundliche Uffbasser“

Die „Freundliche Uffbasser“ sind junge Männer & Frauen von 18-25, die speziell in Konfliktschlichtung und Deeskalation geschult sind und in wöchentlicher Supervision pädagogisch betreut werden.

Sie treten im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Sozialvereins Die Brücke e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Aschaffenburg und der Polizei Aschaffenburg auf.

Ziel ist es in der Innenstadt für ein gefühltes Mehr an Sicherheit zu sorgen und präventiv tätig zu werden, wenn Jugendliche Gewalt anwenden, Sachbeschädigungen stattfinden, Alkohol und Drogen missbraucht werden oder die Lärmbelästigung zu extrem wird.

Durch auffällige Präsenz und verständnisvolles Auftreten der „freundlichen Uffbasser“ wird das jeweilige Fehlverhalten in 3 Stufen angesprochen, angemahnt und schließlich verhindert. Zudem bieten die „Uffbasser“ Unterstützung in Krisensituationen (wenn nötig auch durch Anforderung von Polizei, Rettungsdienst etc.) um das Quartier weiterhin für Anwohner, Gewerbetreibende und Gäste attraktiv zu halten.

Die „freundlichen Uffbasser“ verfolgen keine hoheitlichen Aufgaben und sozialpädagogische Ziele.

Betreuungsangebote in der JVA Aschaffenburg

Bereits seit 2008 sind wir als externer Dienstleister für die JVA Aschaffenburg tätig. Zu Beginn nur für jugendliche Untersuchungsgefangene, seit 2011 auch für erwachsene Strafgefangene bieten wir diesen Menschen therapeutische und pädagogische Maßnahmen, Sport- und Freizeitangebote sowie personenbezogene Angebote wie z.B. Biographiearbeit. Ziel ist es die beschäftigungsfreie Zeit der Gefangenen zu reduzieren und frühzeitig einen Resozialisierungsprozess einzuleiten.

Schulungen, Fortbildungen und Vorträge

Gerne arbeiten wir mit Schulen, Institutionen oder Vereinen zusammen um präventive Maßnahmen und Projekte gegen Devianz und Delinquenz umzusetzen. Hierzu bieten wir zahlreiche Schulungen, Fortbildungen und Vorträge, die wir alle stetig gemäß den Praxisanforderungen weiter entwickeln.

Unsere Angebote:

  • Pädagogische Gruppen- oder Einzelmaßnahmen
  • Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte
  • Schulungen Ihrer Mitarbeiter
  • Vorträge und Infoveranstaltungen
  • v.m.